Apostel Wosnitzka besuchte die Gemeinde Falkenstein

Am Mittwochabend, dem 20. Januar 2016, versammelten sich trotz Glätte, Kälte und Schneefall knapp 90 erwartungsvolle Glaubensgeschwister in der Kirche Falkenstein. Tröstlich und ermutigend erklang das Eingangslied „Ist Gott für mich, so trete gleich alles wider mich” (GB 150).

Das Bibelwort 2. Korinther, 12,9 „Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, auf dass die Kraft Christi bei mir wohne” habe schon öfter als Schale zu Gottesdiensten gedient, meinte der Apostel, und sei dennoch aktuell. Weiter führte er aus, dass im irdischen Leben niemand Schwachheit zugeben oder zeigen dürfe, da nur Erfolge zählen, egal wie sehr sich mancher abmühe. Beim Herrn sei das anders, er bewerte die Anstrengung jedes einzelnen. Er kenne sowieso jedes Menschen Schwächen und möchte sogar, dass wir sie ihm gegenüber zugeben. Dies bedeute, wir mögen im Erkennen unserer Unvollkommenheiten Gott ehrlich um Gnade und Hilfe bitten. Und wir sollten uns stets bewusst machen, dass wir der Gnade bedürfen.

Schwach sei man vor Gott durch die Sünde. Aber auch in Bedrängnissen, Leiden u. ä. könne man schwach im Glauben, im Gottvertrauen oder in der Treue zu Gott werden. Der Apostel zitierte den heimgegangen Bezirksapostel Rockstroh: „Im Hochzeitssaal wird es einmal niemanden geben, dem der Weg dahin leicht gefallen ist”. Jedenfalls werde uns der Herr in unseren Schwächen so beistehen, dass sich die Kraft Christi mächtig offenbare. Dazu erläuterte der Apostel das Beispiel des Paulus, der diesen Bibeltext verfasst hat. Der Starke brauche Gott nicht und wende sich auch nicht an ihn. Doch wer seine Schwächen kennt, sucht Gottes Beistand und seine Gnade. Alles sei Gnade, nicht zu erfassende Gnade. Und die Schwachen tragen einander in Geduld, im Mitgefühl, im Verständnis und im Fürbitten. So mögen sich die Gotteskinder der Gemeinde auch „aneinander anlehnen”. Dann könne die Kraft Gottes wirken. Christus hat verheißen, alle Tage bei jedem von uns zu sein – und das gelte bis heute.

Zwei Schwestern gestalteten mit einem Instrumentalstück den Gottesdienst mit.

Da Priester Udo Gerisch am Ende des Gottesdienstes in den Ruhestand verabschiedet werden sollte, wurde er zum Mitdienen an den Altar gerufen. In seiner Copredigt brachte er seine Dankbarkeit über die vielen Gnadentaten Gottes, die ihm und seinen Lieben bisher zuteil geworden sind, zum Ausdruck.

Bevor unser „neuer" Bezirksevangelist Ralf Wilhelmi mitdiente, unterstrich das Chorlied „Hab ich nur deine Gnade” das Gesagte noch einmal.

Nach der Sündenvergebung und der Feier des Heiligen Abendmahles verabschiedet der Apostel Priester Udo Gerisch in den Ruhestand. Für die Gemeinde Auerbach wurde Bruder Michael Dreikopf zum Diakon ordiniert.

Text:D.R., E.R. / Fotos: I.U.