Nachfolge durch Überwinden - ein Entwicklungsprozess

Die Gemeinde Falkenstein hatte sich schon sehr auf diesen Sonntag gefreut. Zum einen hielt Bischof Ralph Wittich den Gottesdienst und zum anderen fand die Segensspendung für eine Goldene Hochzeit statt. Mit 111 Gottesdienstteilnehmern gelangte das Kirchenlokal in Falkenstein an die Grenze seiner Platzkapazität.

Die Predigt hatte die Nachfolge und das Überwinden zum Inhalt, gestützt auf das Bibelwort aus Lukas 22, 61 und 62, dass die Verleugnung des Herrn durch Petrus zum Inhalt hat. Trotz seiner Schwächen, wie bei der Verleugnung seines Herrn, seiner menschlichen Gutmeinung das Opfer Jesu betreffend oder seiner hitzigen Wesensart folgte Petrus seinem Herrn bis zum Tod nach. Das war möglich geworden, weil er sein Tun bereute, Jesus als den Sohn Gottes erkannte und seine Erkenntnis sich entwickelt hat. Dem sündhaften Menschen ist solches heute ebenfalls möglich. Den Willen Gottes tun, den man in den Predigten erfährt, ist dabei hilfreich. Er sieht gern, wenn man seine Fehler bereut und jedem vergeben kann. Dazu erhält man die nötige Kraft aus der Sündenvergebung und dem Heiligen Abendmahl. Dann kann man, wie Petrus auch, sich mit der Zeit ändern, im Glaubensleben wachsen und Jesus bis zuletzt nachfolgen.

Der Vorsteher der Gemeinde Falkenstein, Gemeindeevangelist Hans-Jürgen Thoß, wurde zu einem Predigtbeitrag an den Altar gerufen. Er verglich die treue Nachfolge im Glauben, wie auch die Treue im Eheleben des Jubiläumspaares mit wertvollem, unzerstörbarem, in Feuer geläutertem Gold.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahles spendete der Bischof dem Ehepaar Rosi und Klaus Golla (Priester i. R.) den Segen zu ihrer Goldenen Hochzeit. Bei der Ansprache dankte er für ihre jahrelange Mitarbeit im Werk Gottes und hob die gegenseitige Treue und Achtung hervor. Wenn einer den anderen Partner in dieser Zeit erziehen wollte, würde wohl die Ehe keine fünfzig Jahre Bestand haben. Humorvoll meinte der Bischof an die Gemeinde gewandt: „Zur Nachahmung empfohlen!“

Die Gemeinde mit dem Chor, den Instrumentalisten, dem Kinderchor und der geschmackvolle Altarschmuck gaben diesem Gottesdienst ein besonders festliches Gepräge.