Entwidmungs-Gottesdienst in der Gemeinde Falkenstein

„Mit einem weinenden und einem lachenden Auge“ hielt Apostel Wosnitzka den letzten Gottesdienst in der Gemeinde Falkenstein am Sonntagnachmittag, dem 15. Oktober 2017.

Zu Grunde lag das Wort aus Philipper 1,6: „...ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.“  

Es sei verständlich und normal, wenn man an diesen Entwidmungs-Gottesdienst  Traurigkeit fühlt, schließlich sind in der Gemeinde viel göttlicher Segen, Geborgenheit, Gemeinschaft, Freude und Trost empfangen worden, führte der Apostel aus. Er erinnerte an jene, die den Grundstein der Gemeinde gelegt und die vor uns gewirkt und unvorstellbaren Opfer gebracht hatten. Mit der Gemeinde stünden „große Namen“ aus der Vergangenheit in Verbindung. So könne man sehr dankbar zurückschauen auf das „gute Werk, das Gott angefangen hat“, in Falkenstein und in uns allen.

Jedoch könne freudig in die Zukunft geblickt werden, denn Gott wird „das gute Werk auch vollenden bis an den Tag Jesu Christi“. Es erwarte uns in der Zukunft der Tag der Wiederkunft Jesus und hier auf Erden schon ein neues, modernes Kirchengebäude, das als „Leuchtturmgemeinde“ im Göltzschtal dienen soll. Der Apostel versprach, dass auch nach dem Aufgeben der Gemeinde Falkenstein, niemand ohne das Wort Gottes, göttliche Gnade und seelsorgerische Betreuung auskommen müsse.

„Wir verabschieden uns nicht von der Gemeinde, sondern wir schließen nur ein Kirchengebäude“.

Es diente Bischof Wittich mit und verwies auf die voranstehenden Verse des Paulus an die Philipper: „Ich danke meinem Gott, so oft ich euer gedenke - was ich allezeit tue in allen meinen Gebeten für euch alle, und ich tue das Gebet mit Freuden, für eure Gemeinschaft am Evangelium vom ersten Tage an bis heute“.

Der Apostel verlas eine Kurzchronik der Gemeinde Falkenstein. Bereits einige Jahre zuvor waren die Gemeinden von Ellefeld und Klingenthal in die Falkensteiner Gemeinde integriert worden.

Anschließend spendete er einer jungen Mutter und zwei ihrer Kinder das Sakrament der Heiligen Versieglung. Dies sei ungewöhnlich für einen Entwidmungs-Gottesdienst, aber auch ein guter Neuanfang für die Zukunft, meinte dazu der Apostel.

Dann entband der Apostel verbunden mit seinem Dank den bisherigen Gemeindevorsteher, Evangelist Hans-Jürgen Thoß von der Beauftragung als Gemeindevorsteher und bestätigte ihn im Evangelistenamt für die Gemeinde Auerbach. Desgleichen auch die Priester Uwe Herrmann, Jörg Hardt und Uwe Höhlig.